Wer sind wir?

Wir? Das ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Westoverledingen-Ihren, die es bereits seit 1846 gibt, seit 1854 mit einem eigenen kirchlichen Gebäude, das inzwischen zu einem größeren, modernen Gemeindezentrum herangewachsen ist.
Umgangssprachlich sind wir auch unter dem Namen „Baptisten“ bekannt. Mit den verschiedensten Bünden dieser konfessionellen Richtung zählt man sie aus der Sicht des praktischen Gemeindelebens zu den größten evangelischen Konfessionen weltweit.
„Baptisten“, das ist vom Fremdwort für Taufe/Täufer abgeleitet. Bei uns fällt nämlich auf, dass wir Taufe anders sehen und praktizieren als viele andere Kirchen.

Wir – und da sind wir bei dem entscheidenden Wort: WIR. Kirche ist bei uns nicht ein Gebäude, auch nicht ein Veranstaltungsort. Kirche ist ein lebendiger Organismus von Menschen, eine Gemeinschaft. Bei uns zählt nicht nur jeder einzelne in der Theorie. Jeder hat Gaben von Gott, jeder braucht ein inneres Zuhause im Glauben, jeder hat etwas Gutes erkannt. All das ist bei uns im Gemeindeleben wichtig.
Darum gibt es auch eine Vielfalt: verschiedenste Gruppenarbeiten vom Säugling bis zum Senior über 80 Jahre, von Bibelkreisen über Musik- bis Sportgruppen, Stile von modernen christlichen Liedern über Gospels bis zu klassischen Chorälen.

Wir – das sind Menschen, die Gott persönlich erfahren haben, die glauben, nicht weil sie so erzogen worden sind, sondern selbst den christlichen Glauben als die Lebensbasis für sich erkannt haben.

Wir – das sind aber auch einfach alle, die dabei sind: Mitarbeiter wie auch Besucher, Mitglieder wie auch Freunde der Gemeinde, Zweifelnde und Glaubende, Enthusiasten und Traurige, Menschen mit Lebensfreude und Menschen mit Sorgen, Krankheiten und kleinen oder großen Fragen an das Leben.

Fakten

Natürlich kann man das Wir auch in Zahlen ausdrücken:

    • gut 200 Mitglieder, von denen ein Großteil punktuell oder regelmäßig mitarbeitet;
    • fast ebenso viele Besucher sonntags in unserer Hauptveranstaltung, dem Gottesdienst;
    • fast 90 verschiedene Aufgabenbereiche, die in 6 großen Dienstbereichen strukturiert sind: Gottesdienst, Gemeindegruppen, Seelsorge, Verwaltung, Evangelisation & Sonderveranstaltung, Mission & Diakonie;
    • Null Kirchensteuern, aber ein Finanzhaushalt, der das gesamte Gemeindeleben eigenständig trägt und dabei ausschließlich durch freiwillige Spenden von Mitgliedern oder Freunden aufgebracht wird. Wie viel? Das bestimmt jeder selbst.

Selbst entscheiden

Apropos selbst bestimmen: selbst bestimmen und entscheiden – das ist für uns als Freikirche generell wichtig, bzgl. Gemeindeleben wie auch im ganz persönlichen Glauben.

Glaube, das ist nämlich etwas Persönliches. Das kann man nicht lernen, nicht aufsagen. Das hat man nicht durch Mitgliedschaft, durch Kind christlicher Eltern oder automatisch durch den mehr oder weniger häufigen Besuch einer Kirche. Glaube entsteht durch eine Begegnung mit Gott, auf die der Einzelne mit einer Entscheidung, sein Leben verbindlich mit Christus zu führen, antwortet. Das ist eine Lebens- und Herzensentscheidung, also von innen heraus kommend, auch wenn es nicht verborgen bleibt. So wird auch von jedem Einzelnen selbst entschieden, dass er Jesus nachfolgen und getauft werden will. Das ist für uns Voraussetzung für ein authentisches Leben und die Ausgangsbasis für einen lebendigen Glauben und eine christliche Gemeinde nach biblischen Leitlinien.

Leitlinien

Nicht selbst entschieden wird jedoch über den Inhalt unseres Glaubens und das Was und Wie unserer Gemeinde- und Lebensführung, denn hier zählt für uns die Bibel als verbindlicher Maßstab in Glaubens- und Lebensfragen. Die Bibel ist nicht Jahrtausende lang exakt überliefert, damit sie als historisches Denkmal bewahrt wird, sondern als Gottes zeitlose Gebrauchsanleitung für Leben und Glauben in dieser Welt von uns angewandt wird. Dabei ist das Zentrale die Person Jesus Christus und das Neue Testament, das sowohl das persönliche als auch das gemeindliche Leben regelt, zum Beispiel:

  • wann und wie eine Taufe geschehen soll, z.B. durch Untertauchen aufgrund der persönlichen Glaubensentscheidung,
    • wie wir in der Gesellschaft leben sollen, nach welchen moralischen Maßstäben,
    • welche Struktur Kirche und Gemeindeleben haben sollen,
    • wozu jeder einzelne berufen ist und seinen Lebenssinn findet u.v.a.m.

Von Gott geliebt

Wir über uns – das wäre trotz Berücksichtigung eines nur skizzenhaften Umrisses – einseitig, wenn wir nicht behaupten würden, auch ganz und gar Mensch zu sein, unvollkommen, Lernende. Manchmal versuchen wir gute Tradition zu bewahren, manchmal auch hinderliche Tradition abzustreifen. In Gesprächen und Treffen, angefangen beim Leitungsteam unserer Gemeinde, müssen wir manches Mal nach einem Weg suchen, wie wir Gemeinde weiterentwickeln können. Dabei spüren wir, wie schwer es ist, neue Wege einzuschlagen, ohne zeitlose Inhalte und Gottes gute Regeln dabei aufzugeben.

So leben wir in der Gewissheit von Vergebung unserer Schwächen, aber auch in der Gewissheit, dass Gott seine Versprechen wahr macht und uns zum Segen für andere bewegen kann. Denn so wie uns, so gilt Gottes Liebe allen Menschen, selbst wenn sie sich nicht für ihn interessiert oder persönlich anvertraut haben.

Unsere Gemeinde möchte jedoch ein Zeichen der Liebe Gottes setzen. Darum ist für uns christliche Gemeinde nicht nur Kirche mit historischer Vergangenheit, sondern auch Zukunft für unsere Gesellschaft, in der die Gemeinde ihr Leben und ihre Berufung hat.  So ist Gemeinde für uns ein Ort der Hoffnung in allen Herausforderungen und Schwierigkeiten des Lebens – mehr als nur ein regelmäßiger Treffpunkt am Sonntag.

Damals und heute

Wer etwas über die vergangene Geschichte unserer Gemeinde oder allgemein über Baptisten wissen möchte, findet dazu Etliches unter den weiterführenden Links und natürlich auch unter dem jeweiligen Stichwort an den allgemein bekannten Plätzen im Internet.

Aktuelles über uns erfährt man sowohl auf diesen Internetseiten als auch in einem zweimonatlich publizierten Gemeindebrief oder gelegentlichen Newsletter, der von jedem abonniert werden kann. Der so genannte Gemeindebrief liegt in unserem Gemeindezentrum aus und kann von Besuchern mitgenommen werden.

Stets willkommen

Apropos Besucher: Besucher zu haben, ist für uns nicht nur möglich, sondern höchst willkommen. Ob glaubend oder zweifelnd, ob anderer Konfession oder Religion, ob Klein oder Groß – jeder ist bei uns willkommen, sei es, um sich ein „Bild“ von unserer Gemeinde zu machen, freundliche Menschen zu treffen, Antworten zu Glaubens- und Lebensfragen zu finden und hoffentlich Gott selbst hier zu entdecken.